Das schlesische Elysium

Schlösser und Parkanlagen des Hirschberger Tals in Schlesien

SCHROPP Land & Karte
19.05.2026

Schlesien, seit Jahrhunderten ein kulturelles Brückenland zwischen West- und Osteuropa, erfreut sich bei deutschen, polnischen und internationalen Kulturreisenden wieder zunehmender Aufmerksamkeit. Einst als „Land der Schlösser“ gerühmt, besitzt die Region eine außergewöhnlich hohe Dichte an Adelssitzen, deren Entwicklung bis in das Mittelalter zurückreicht und die vor allem seit dem 17. und 18. Jahrhundert zu repräsentativen Zentren adeliger Lebens- und Baukultur ausgebaut wurden.

Einen besonders eindrucksvollen Ausschnitt dieser Kulturlandschaft bildet das Hirschberger Tal, polnisch „Kotlina Jeleniogórska“, das zu den landschaftlich reizvollsten Regionen Schlesiens zählt. Vor der Kulisse des Riesengebirges wurde es bereits im 19. Jahrhundert als „Schlesisches Elysium“ weit über die Grenzen Preußens hinaus bekannt. In jener Zeit erlebten die nahezu vierzig Schlösser, Herrenhäuser und Parkanlagen des Tales eine neue Blüte; drei von ihnen dienten der preußischen Königsfamilie als Sommersitze.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Neuansiedlung zumeist ebenfalls entwurzelter Polen geriet diese vielschichtige Kulturlandschaft über Jahrzehnte in Vergessenheit, während zahlreiche Anlagen verfielen oder zweckentfremdet wurden.

Erst seit der politischen Wende von 1989 setzte, zunehmend getragen von einem wachsenden Bewusstsein für die komplexe Geschichte der Region sowie vom Engagement privater, kommunaler und staatlicher Initiativen, eine schrittweise Wiederentdeckung und Revitalisierung ein.

Heute gehört das Hirschberger Tal erneut zu den bedeutendsten Kulturreisezielen Schlesiens und Polens.

Der reich illustrierte Vortrag zeichnet die historische Entwicklung dieser einzigartigen Schloss- und Parklandschaft nach und gibt zugleich Einblicke in ihre Wiedergewinnung seit 1989.

Veranstaltungsort

SCHROPP Land & Karte
Knesebeckstr. 20/21
10623 Berlin
Tel.: 030/23 557 32-0
Mailadresse
Vortragsprogramm