Deutsch-polnisches Kulturerbe im Aufwind
Volkshochschule Dresden
Archiv 06.11.2025
Historische Gutsanlagen mit ihren Schlössern und Parks gehören zu den prägenden architektonischen Zeugnissen der Kulturlandschaften östlich von Oder und Neiße. Der Vortrag richtet den Blick auf zwei dieser heute jenseits der deutschen Grenze gelegenen Räume: das östlich von Stettin/Szczecin gelegene Hinterpommern, das sich über zwei polnische Woiwodschaften erstreckt, sowie die ehemals brandenburgische Neumark östlich der Oder.
Beide Regionen stehen bis heute im Schatten der bekannteren Schlösserlandschaften Ostpreußens und Schlesiens, verfügen jedoch über einen bemerkenswert reichen Bestand an Burgen, Schlössern, Herrenhäusern und Gutsanlagen aus unterschiedlichen Epochen. Ihre Entstehung geht auf vielfältige historische Akteure zurück – von den aus slawischem Adel hervorgegangenen Greifenherzögen über den Johanniterorden bis hin zu Lokatoren aus den westlichen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches.
Anhand ausgewählter Beispiele zeichnet der Vortrag die Entwicklung dieser Adelssitze von ihren mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Anfängen bis in die Gegenwart nach. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Veränderungen seit den 1990er Jahren: Zahlreiche Schloss- und Gutsanlagen befinden sich heute im Besitz engagierter privater Eigentümer oder Initiativen, die sie als Teil eines gesamteuropäischen Kulturerbes restaurieren, neu nutzen und damit für die Zukunft sichern. Historisches und aktuelles Bildmaterial veranschaulicht diesen Spannungsbogen zwischen Verfall, Wiederentdeckung und Revitalisierung und macht zugleich Lust auf kulturhistorische Entdeckungen in zwei noch immer wenig bekannten, aber umso lohnenderen Regionen.
Veranstaltungsort
Volkshochschule Dresden
Annenstraße 10
01067 Dresden
Tel.: 03551/254 40 25
