Fürstenstein/Książ

Schlösser und Herrenhäuser in Niederschlesien

Auf architektonischen Spuren des schlesischen Adels

11.08. — 17.08.2019 Start in Berlin

  • Markthalle, Richard Plüddemann, 1908

Mit mehr als 3.000 Schlössern und Herrenhäusern weist Schlesien die größte Dichte an Adelssitzen in Europa auf. Ein Teil dieser hat die Zeit des Zweiten Weltkriegs – zumindest was das äußere Erscheinungsbild anbelangt – ebenso überstanden wie nahezu 45 Jahre Sozialismus. Zwar sind heute sehr viele dieser kulturgeschichtlich bedeutenswerten Ensembles in beklagenswertem Zustand, doch etliche konnten in den letzten 25 Jahren vorzüglich restauriert werden.

Auf dieser Studienreise erkunden Sie neben einigen der bekanntesten Schlossanlagen auch weitgehend unbekannte, aber kunstgeschichtlich bedeutende Schlösser, deren heutiger Erhaltungszustand die wechselnden Zeitläufte seit Mitte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Neben restaurierten Residenzen und Höhepunkten der Schlossbaukunst des 16.-19. Jahrhunderts, wie beispielsweise dem Schloss Fürstenstein/Książ der Fürsten von Hochberg-Pless, dem klassizistischen Schloss Dyhernfurth/Brzeg Dolny, dem Renaissance-Herrenhaus in Klein-Tschirne/Czerna sowie dem neoklassizistischen Schlosskomplex in Muhrau/Morawa lernen Sie das nördlich von Breslau gelegene Bartsch-Gebiet mit den Schlössern Militsch/Milicz, Trachenberg/Żmigród und Heinzendorf/Bagno kennen. Zudem besuchen wir mehrere bemerkenswerte Denkmalprojekte, wie beispielsweise das großflächig mit Renaissancefresken ausgestattete Schloss Rudelstadt/Ciechanowice, das grandiose Schloss Grafenort/Gorzanów in der Grafschaft Glatz, Schloss Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki als letztem Werk von Karl Friedrich Schinkel, die einstige Barockresidenz der Grafen von Hochberg in Rohnstock/Roztoka und das Frühbarockschloss der Grafen Praschma im oberschlesischen Falkenberg/Niemodlin.

Neben den historischen Adelssitzen stehen auch ausgewählte Sakralbauten im Fokus dieser Reise. Sie reflektieren die schwierige Religionsgeschichte des Oderlandes bis in das 18. Jahrhundert. Neben der Schlosskapelle von Carolath/Siedlisko, der unter Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes stehenden Friedenskirche von Jauer/Jawor, der barocken Gnadenkirche in Militsch/Milicz und der bemerkenswerten Grenzkirche von Kriegheide/Pogorzeliska besuchen Sie die bis heute evangelische Kirche von Waldenburg/Wałbrzych von Carl Gotthard Langhans sowie die ebenfalls ihm zugeschriebene, durch eine polnische Stiftung jüngst gerettete Pfarrkirche von Giersdorf/Żeliszów.

Daneben erleben Sie die pulsierende Odermetropole Breslau/Wrocław, Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2016. Sie besichtigen die wichtigsten historischen Bauten der nach 1945 wiederaufgebauten Altstadt einschließlich der Dominsel und der Universität mit der berühmten Aula Leopoldina sowie das jüngst im Innern originalgetreu rekonstruierte Stadtschloss der preußischen Könige. Zudem besuchen wir die als Inkunabel der Moderne seit 2006 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO verzeichnete Jahrhunderthalle.

Begegnungen mit Schlosseigentümern, evangelischen und katholischen Pfarrern und den Protagonisten einiger Denkmalinitiativen zur Rettung des deutsch-polnischen Kulturerbes runden das vielfältige Programm ab.

Als luxuriöse Unterkünfte stehen uns das elegante ***Schlosshotel Braunau/Brunów sowie das ****Art-Hotel in Breslau zur Verfügung. Das in einem exzellent restaurierten Patrizierhaus befindliche Hotel liegt in einer ruhigen Seitengasse der historischen Altstadt, unweit des Rings/Rynek. Dort haben wir für Sie Superior-Zimmer reserviert.

Die Kleingruppenreise erfolgt im komfortablen Mercedes-Kleinbus mit maximal 15 Teilnehmern.