„Wachgeküsst”

Schlösser in Schlesien im Aufbruch

27.05. — 29.05.2022
Start in Dresden

  • Oberneundorf | „in restauro“ befindliches Schloss

Mit mehr als 3.000 Schlössern und Herrenhäusern weist Schlesien die größte Dichte an Adelssitzen in Europa auf. Ein Teil dieser hat die Zeit des Zweiten Weltkriegs – zumindest was das äußere Erscheinungsbild anbelangt – ebenso überstanden wie nahezu 45 Jahre Sozialismus. Zwar sind heute sehr viele dieser kulturgeschichtlich bedeutenswerten Ensembles in beklagenswertem Zustand, doch etliche konnten in den letzten 25 Jahren vorzüglich restauriert werden.

Die Studienreise, die in das westliche und nördliche Niederschlesien – letzteres nach 1945 als „Ziemia Lubuska” (Lebuser Land) bezeichnet – führt, erschließt mehrere bemerkenswerte Rettungs- und Restaurierungsprojekte von Schlössern und Kirchen, die sonst für die Öffentlichkeit (noch) nicht zugänglich sind. Zu diesen zählen u. a. die beeindruckende Schlossruine von Carolath/Siedlisko, das Renaissanceschloss von Oberneundorf bei Görlitz sowie die durch eine polnische Stiftung jüngst gesicherte Pfarrkirche von Giersdorf/Żeliszów. Dabei begegnen Sie den Schlosseigentümern und den Protagonisten der Denkmalinitiativen, die ihre Projekte zum Erhalt des deutsch-polnischen Kulturerbes persönlich vorstellen werden.

Als thematisch passendes Logis steht uns das vor wenigen Jahren nach umfangreicher Restaurierung eröffnete Schlosshotel Wichelsdorf/Wiechlice mit großem Wellnessbereich zur Verfügung.

Die Reise findet in Kooperation mit der Volkshochschule, Dresden statt.

Informationen und Buchung

reisen@kulturwerk-mitteldeutschland.de

Kulturwerk Mitteldeutschland

Literaturhinweise:

Arne Franke (Hg.) „Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser”

Franke/Schulze „Schlösser und Herrenhäuser in der Grafschaft Glatz”

Arne Franke „Schloss Fürstenstein”