Einzigartige Sonderwege in Tschechiens Architektur

Barockgotik, Kubismus und Rondokubismus in Böhmen und Mähren

02.09. – 07.09.2019 Start in Berlin

  • Prag/Praha | Der durch den spätgotischen Architekten Benedikt Ried errichtete Wladislawsaal gilt als bedeutendster Saalbau um 1500 nördlich der Alpen. Die Schlingrippengewölbe, die den gänzlich stützenlosen Raum überfangen, wurden wichtige Inspitationsquellen für den barockgotischen Architekten Santini-Aichel.

Diese Reise ins nördliche Tschechien erkundet die architektonischen Spuren der in Deutschland nahezu unbekannten Barockgotik und der einzigartigen Architektur des Kubismus bzw. Rondokubismus. Während die Barockgotik als Verquickung italienischen Hochbarocks mit böhmischen Ausprägungen der Spätgotik einzig durch den genialen Architekten Johann Blasius Santini-Aichel (1677-1723) in Böhmen und Mähren vertreten wurde, entwickelte sich der im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts beliebte Kubismus bzw. Rondokubismus mit kristallin gebrochenen oder durch kreis- und halbkreisförmige Strukturelemente geformte Fassadenflächen zeitweise zum bevorzugten Nationalstil der jungen tschechoslowakischen Republik.

Unsere Reiseroute umfaßt u. a. Hauptwerke der Barockgotik, darunter die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Klosteranlage von Saar/Žďár nad Sázavou einschließlich der Wallfahrtskirche St. Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg/Zelená Hora und das Zisterzienserkloster Sedletz/Sedlec mit seinem obskuren Beinhaus; alles Werke des „Ausnahmearchitekten“ Santini. Dessen architektonische Vorbilder finden sich wieder im Wladislawsaal der Prager Burg und den Sakralbauten der „welschen” Architekten des Frühbarock, die wir – während zweier Stadtrundgänge unter dem Motto „Prag für Fortgeschrittene“ ebenso in der tschechischen Hauptstadt besuchen werden wie die wichtigsten Schöpfungen des Kubismus und des Rondokubismus.
Im Stadtteil Smíchov besichtigen wir zudem ein Juwel benediktinischer Dekorationskunst, die weitgehend unbekannte, aber nahezu einmalige Schöpfung der Klosterkirche von St. Gabriel. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts für einen Benediktinerinnenkonvent errichtet und im höchst ungewöhnlichen, von ägyptischer Kunst beeinflussten Stil der Beuroner Kunstschule ausgestattet. 
Weitere Ausflüge führen uns nach Königgrätz/Hradec Králové und Pardubitz/Pardubice sowie in den kleinen Kurort Bohdanetsch/Lázně Bohdaneč, in dem weitere wichtige Bauten des kurzlebigen Nationalstils zu sehen sind. Außergewöhnlich ist zudem der Besuch der von Josef Gočár errichteten Villa Bauer in Libodrice, die im Innern wie in der Außenerscheinung originalgetreu restauriert wurde.

Während der Reisedauer ist das durch den kubistischen Architekten Jan Kotěra umgestaltete exklusive ****Schlosshotel Chateau Kotěra in Ratboř bei Kuttenberg/Kutná Horá unser herrschaftliches Logis.

 

Informationen und Buchung:

CarpeDiem Touristik
Elisabethstr. 25
02826 Görlitz
Tel.: 03581/42 86 44
Fax: 03581/42 86 45
info@carpediem-touristik.de www.carpediem-touristik.de
weitere Reiseinformationen

Weitere Informationen