Das Bauhaus im Osten: Bukarest

Stilvielfalt und Klassische Moderne in der rumänischen Hauptstadt

19.10. — 23.10.2020 Start in Bukarest

  • Bukarest/București | Universitätsbibliothek

Das „Bauhaus” wird Hundert(eins)!

Das 100 Jubiläum der 1919 in Weimar gegründeten, 1925 nach Dessau umgezogenen und 1933 in Berlin auf nationalsozialistischen Druck aufgelösten Hochschule für Gestaltung wurde im letzten Jahr in Deutschland mit zahlreichen Ausstellungen, Vorträgen und Kulturreisen gefeiert.
Doch gerade auch jenseits der heutigen deutschen Grenzen gibt es spektakuläre, wesentlich durch das „Bauhaus“ geprägte Architektur zu entdecken, die selbst unter Fachleuten bisher noch wenig Beachtung findet.
Bukarest galt in den 1920er Jahren als „Paris des Ostens“. Die Hauptstadt des in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründeten Königreichs Rumänien war nicht nur ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Ethnien und Religionen. Sie war auch ein Experimentierfeld unterschiedlicher Architekturströmungen. Da zahlreiche rumänische Architekten in Paris, Wien und Berlin studierten, vermischten sich hier die mitteleuropäischen Einflüsse mit landestypischen Stilelementen. Seit Ende des Ersten Weltkriegs und der Vereinigung des Landes mit dem bis dahin in ungarischer Hand befindlichen Siebenbürgen entwickelte sich Bukarest rasch zu einer architektonisch stark mitteleuropäisch geprägten Metropole. So stehen bei dieser Studienreise vor allem die Bauten der Zwischenkriegszeit im Fokus, als neue Stadtquartiere mit eleganten Villen, aber auch Beamten- und Arbeitersiedlungen nach Bauhaus-Vorbild entstanden. Im Stadtzentrum wurde ein kilometerlanger, von beeindruckenden Hotel-, Geschäfts- und Appartementhäusern gesäumter Boulevard angelegt. Neben bedeutenden rumänischen Architekten war es auch der 1933 aus Deutschland geflohene Berliner Architekt Rudolf Fränkel („Gartenstadt Atlantic” mit dem Kino Lichtburg/Berlin-Gesundbrunnen), der das Bild dieses Straßenzugs bestimmte.
Zwar setzte der Zweite Weltkrieg mit dem bald darauf erfolgten Systemwechsel zunächst kaum eine Zäsur – gerade auch die nachfolgende „Ostmoderne” trägt hier internationale Züge – doch fügte die megalomane Stadtplanung des Diktators Ceausescu dem Stadtorganismus in den 1970er und 80er Jahren bis heute sichtbare Wunden zu.

Diese Seminarreise Reise bietet vielfältige Einblicke in die historische, klassisch-moderne und zeitgenössische Architektur der rumänischen Hauptstadt. Neben einer Stadtrund-fahrt, einer Fahrt in die historisch bemerkenswerten Außenbezirke und Rundgängen durch verschiedene Stadtquartiere bereichern Exkursionen und Gespräche mit deutschsprachigen Fachleuten das Reiseprogramm und bietet so die Gelegenheit, die Stadt von einer außergewöhnlichen Seite kennen zu lernen.

Vorinformation:
Die Reiseplanung ist derzeit in Vorbereitung. Zwar stehen das Reisedatum und das Programm bereits fest, aber der Reisepreis richtet sich nach der Anzahl der potentiellen Teilnehmer und wird erst Anfang Februar kalkuliert sein. Falls Sie Interesse an dieser Reise haben, können Sie sich aber schon jetzt unverbindlich unter info@arnefranke.de vormerken lassen.

Sobald dann der Reisepreis feststeht, erhalten Sie das konkrete Programm, den Reisepreis, die Buchungskonditionen sowie die Kontaktadresse des Reiseveranstalters.

Vormerkungsschluss ist der 31. März 2020

Informationen und Buchung

Unverbindliche Vormerkung
bis 31.03.2020 unter
info@arnefranke.de

 

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